Schlafkrank


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Und weiter im Text

Der Prolog weitet sich aus. Jeden Tag entziehe ich meinem Kopf Wörter, um Platz zu machen für neue, die doch am gleichen Abend wieder so viel Raum einnehmen, dass ich, obwohl schon im Bett und an der Schwelle zum Schlaf, noch einmal Licht machen muss, um sie in mein Notizbuch zu schreiben. Nehme ich mir nur vor, sie mir zu merken, sind sie am Morgen garantiert verschwunden, was mich nicht nur ungemein ärgert, sondern auch ein großes Verlustgefühl in mir auslöst. Die Grundidee ist noch da, nur die Formulierung, die mir so perfekt erschien, ist auf einmal unauffindbar.

Überhaupt kann ich mir wenig merken und brauche eine Flut an Zetteln, selbst wenn ich nur drei kleine Dinge im Laden um die Ecke einkaufen möchte. Kaum bin ich durch die Tür, fällt mir nur noch eines und im besten Fall nach angestrengtem Nachdenken ein zweites ein. Und nie ist passendes Papier für einen Merkzettel zur Hand, sodass ich ständig frische, neue, weiße Blätter verstümmeln muss, indem ich ihnen eine ihrer makellosen Ecken entreiße. Hätte ich einen kleinen Notizblock, wäre er mit Sicherheit in wenigen Tagen unter Zeitungen, Büchern und fliegenden Blättern verschwunden. Aber irgendwie mag ich es auch. Mein großes kreatives Chaos.

15.3.08 18:18
 


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