Schlafkrank


Head



E n d e
#A Blog

Sturm und Wolken

Wir stehen an der Schleuse, die sie zu spät geschlossen haben und hinter uns steht das Wasser kniehoch im Gräserfeld. Wir beide, dicht an dicht, mit den Kapuzen unserer Jacken über dem Kopf und die Wellen schlagen hoch gegen die Mauer. Ein feiner Sprühregen aus Meerwasser auf unseren Gesichtern und meine eiskalte Hand in deiner. Die Wolken am Himmel hängen tief und sind zerzaust wie ungekämmte Schafe auf dem Deich. Aber fühlst du dich deshalb zuhause? Ist es dir egal, wo du bist, wenn nur ich bei dir bin? In meiner kindlichen Romantik wünsche ich es mir. Nur ein paar Minuten
Meer und Sturm und Wellen. Graue, aufgepeitschte See. 
Ein Brackwassermeer kann auch wütend sein.

25.3.08 17:14


Werbung


Ja, was denn nun?

Es war nicht anders möglich. Auch wenn meine Inkonsequenz und ich nicht unbedingt die allerbesten Freunde sind, müssen wir uns dennoch miteinander arrangieren, was mittlerweile dazu geführt hat, dass ich den ursprünglichen Roman mit einem recht ernsthaften Themenspektrum zugunsten eines Fantasy-/Abenteueromanprojektes vorerst zur Seite gelegt habe. Der entscheidende Vorteil dieses Gemütswandels liegt nun darin, dass die Arbeit dieser Tage sehr viel schneller von der Hand geht. Hatte ich zunächst nur ein schmales Pensum von zwei Buchseiten pro Tag (untermalt von einigen Notizen), schreibe ich nunmehr sechs bis sieben und freue mich dabei, obgleich die Zahl noch immer recht bescheiden ist, wie ein kleines Kind. Es macht einen ungeheuren Spaß und erscheint mir nun wirklich und tatsächlich machbar zu sein. Man soll sich nicht zu früh freuen und das tue ich auch nicht, aber einen gewissen Optimismus kann ich nicht leugnen.
18.3.08 23:44


Und weiter im Text

Der Prolog weitet sich aus. Jeden Tag entziehe ich meinem Kopf Wörter, um Platz zu machen für neue, die doch am gleichen Abend wieder so viel Raum einnehmen, dass ich, obwohl schon im Bett und an der Schwelle zum Schlaf, noch einmal Licht machen muss, um sie in mein Notizbuch zu schreiben. Nehme ich mir nur vor, sie mir zu merken, sind sie am Morgen garantiert verschwunden, was mich nicht nur ungemein ärgert, sondern auch ein großes Verlustgefühl in mir auslöst. Die Grundidee ist noch da, nur die Formulierung, die mir so perfekt erschien, ist auf einmal unauffindbar.

Überhaupt kann ich mir wenig merken und brauche eine Flut an Zetteln, selbst wenn ich nur drei kleine Dinge im Laden um die Ecke einkaufen möchte. Kaum bin ich durch die Tür, fällt mir nur noch eines und im besten Fall nach angestrengtem Nachdenken ein zweites ein. Und nie ist passendes Papier für einen Merkzettel zur Hand, sodass ich ständig frische, neue, weiße Blätter verstümmeln muss, indem ich ihnen eine ihrer makellosen Ecken entreiße. Hätte ich einen kleinen Notizblock, wäre er mit Sicherheit in wenigen Tagen unter Zeitungen, Büchern und fliegenden Blättern verschwunden. Aber irgendwie mag ich es auch. Mein großes kreatives Chaos.

15.3.08 18:18


 [eine Seite weiter]


Gratis bloggen bei
myblog.de